Für mehr Fahrkomfort

Viele Motorradfahrer kennen dieses Problem nur zu gut. Je länger eine Ausfahrt dauert, desto unangenehmer oder oftmals sogar schmerzhafter kann das Sitzen auf der Maschine werden. Etliche helfen sich dabei mit besonderen Sitzpolstern und auch höhenverstellbare Sitze, mit dem Ziel den Beinen mehr Bewegungsfreiheit zu geben, sind längst keine Seltenheit mehr.

BMW Motorrad scheint jetzt ein neues Rezept gegen diese unschöne Seite beim Cruisen in der Pipeline zu haben: Schenkt man einem Patent glauben, so könnten schon bald Fahrzeuge der weiß-blauen Traditionsmarke auf den Markt kommen, deren Sitze bzw. Sitzbezüge in der Breite justiert werden können. Durch eine Lochschiene kann man, per Handregulierung, mehrere Breiten einstellen.

Diese „Flügelpolster“ sind demnach zwar fest mit dem Bike verbunden, allerdings dennoch, in der Region hin zum Steiß, „aufklappbar“. Es wären zwei Varianten für die textile Ausgestaltung der Verbreiterungen vorstellbar:

Einerseits eine getrennte Bespannung, andererseits aber auch eine zusammenhängende die, mit Gummizügen, die Beweglichkeit der Flügel sicherstellt. Dies alles kommt darauf an, ob man dieses Patent für einen durchgehenden oder einen Einzelsattel anwendet.

Die neue Saison im Fokus

In Jerez de la Frontera drehten erstmals alle vier Piloten, die in der kommenden WorldSBK-Saison auf die M1000RR steigen werden, unter Wettkampfbedingungen ihre Runden.

Dabei trafen „alte Hasen“, wie Michael van der Mark, der auf einen Sieg und zwei Podiumsplätzen in der abgeschlossenen Saison verweisen kann und Eugene Laverty auf „Neulinge“ unter der weiß-blauen Flagge: Den Engländer Scott Redding sowie den Franzosen Loris Baz, im Team Bonovo action BMW Racing. Er war in der Rennserie bereits 2018 Pilot der S1000RR.

Hauptanliegen der beiden Letztgenannten war es selbstverständlich bei möglichst vielen Runden erste Erfahrungen mit dem Superbike zu sammeln und dem Team auch erstes Feedback für ein optimales Setting zu geben. Als Resultat hieraus wurden vor allem verschiedene Einzelteile am Bike getestet.

Alle Beteiligten, sowohl die Fahrer, als auch die Team-Chefs und der Direktor von BMW Motorrad Motorsport sahen die Tage in Spanien als einen positiven und gelungen Auftakt hin zur FIM Superbike World Championship 2022 und verstehen es nun als ihre vordringlichste Aufgabe, aus den gewonnen Erkenntnissen und Daten, die entsprechenden, positiven, Lehren zu ziehen.

Nautilus in Motorradgestalt

Man weiß nicht, ob es am Namen „The Wal“ oder doch eher an der handbearbeiteten bronzenen Verkleidung liegt, dass einem beim Anblick des neuesten Umbaus der BMW R18 als erstes Jules Vernes Nautilus einfällt.

Jedenfalls wird mit der Eigeninterpretation des japanischen Customizers Shinya Kimura, die Reihe „Soul Fuel“ fortgesetzt, bei der sich Umbau-Spezialisten am „Big Boxer“ austoben dürfen.

Wer nun allerdings glaubt, Kimura hätte zunächst einmal Tage oder gar Wochen damit verbracht, seine Gedanken, Ansätze und Ideen auf Papier zu bringen, der irrt. Denn wie bei ihm üblich, machte er sich, nach einer Rundfahrt mir der Standard-R18, sofort ans Werk.

Schnell war klar, bei Gummierung, Rädern, Rahmen sowie Bremsen und Federelementen bleibt alles beim Alten. Dabei erklärt der Designer, als was er die R18 eigentlich sieht und kreiert dabei im Prinzip eine neue Motorrad-Gattung, nämlich die des Sports Enduracer-und als eine solche sportliche Langstreckenmaschine will er „seine“ R18 dann auch verstanden wissen: Ein Tank mit vierfachem Volumen, ein gerundeter Sitzbankhöcker samt kugelförmigem Rücklicht und ganz besonders die Halbschalenverkleidung aus Blech mit zwei ungleichmäßig integrierten Scheinwerfern (die Bullaugen der Nautilus lassen grüßen) zeigen dieses Verständnis im Detail.

Nun fragt sich der Beobachter, wie man denn auf den Namen „The Wal“ kommt: Zum einen beim Blick auf die Front, die unter der Beleuchtung „Zähne“ stilisiert und zum anderen der Meinung von Kimura selbst, wonach die R18, „kraftvoll, gewaltig, aber immer gutmütig“ sei.

Um der Sportlichkeit mehr Ausdruck zu verleihen, sind die Fußrasten fünf Zentimeter weiter nach hinten gerückt und der gekürzte Lenker wurde um 15 Zentimeter tiefer angebracht. Der technisch unveränderte Auspuff setzt durch seine schwarze Farbe einen Akzent.

Für die Sicherheit in der Stadt

Die Bühne der größten Fachmesse für Sicherheitstechnik, die Milipol in Paris, nutzt BMW-Motorrad, um seine Produktpalette an speziell ausgerüsteten Behördenfahrzeugen zu vergrößern. Sieht man schon jetzt zahlreiche Polizeibeamte auf der F750 und F850 GS bzw. der R1250RT, so werden sie zukünftig wohl auch auf der F900XR und, speziell im städtischen Bereich, mit dem E-Roller CE 04 unterwegs sein.

Mit einer maximal erreichbaren Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern, in Kombination mit einer Reichweite von 130 Kilometern, soll er für die Polizeibeamten ein treuer Begleiter sein. Verlassen können sie sich dabei auf den 8,9 kWh Akku.

Selbstverständlich kann dieser Polizei-Roller mit LED-Frontleuchten, Sirene, einer Zusatzbedienung für Ton und Licht sowie einer Rundumleuchte aufwarten.

Somit wird BMW-Motorrad seinem Ruf als global dominierender Lieferant für Einsatzfahrzeuge, im Zweiradsektor, weiterhin gerecht werden.

Rückschlag

-Sturz von Tom Sykes-

Schon zu Beginn des Superpole Races der FIM Superbike World Championship (WorldSBK) in Barcelona meinte es Fortuna nicht gut mit dem BMW Motorrad Motorsport-Team: Nicht nur der Sturz van der Marks bereitet Sorge, sondern auch die Tatsache, dass er zugleich Sykes streifte und diesen dadurch in das Kiesbett verfrachtete. Dies hatte einen Boxenaufenthalt für beide zur Folge.

Nachdem dieser Lauf aufgrund eines anderen Sturzes beendet wurde, war dem BMW Motorrad WorldSBK Team, bei der Wiederaufnahme, ein neuerlicher Start, laut Regelwerk, untersagt. Einzig Jonas Folger vom Team Bonovo MGM Racing konnte die Distanz dann noch mit dem dreizehnten Platz abschließen.

Doch das Pech verfolgte die BMW-Piloten scheinbar bis in das zweite Rennen am Sonntag. Hier schlug nun Tom Sykes auf den Asphalt auf und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, konnte ein anderer Fahrer nicht mehr rechtzeitig ausweichen, wodurch der auf dem Boden liegende auch noch angefahren wurde.

Der Brite trug eine Gehirnerschütterung davon, die im Klinikum weiter behandelt wurde.

Das sportliche Resultat sah wie folgt aus: Platz 9 für van der Mark. Folger reihte sich als Sechzehnter in das Abschluss-Classement ein.

Es geht wieder los

Fast zwei Jahre mussten BMW-Motorrad Fans, die die spannende Mischung aus Motorrad-Event, Lifestyle-Erlebnis und Musik-Festival lieben, warten. Nun geht es, unter Corona bedingten Voraussetzungen, wieder los: Am 17. Und 18. September öffnet sich das Tor zu dieser ganz besonderen Erlebniswelt der weiß-blauen Traditionsmarke, im Sommergarten der Messe Berlin. Das beliebte Konzept der Veranstaltung ändert sich dabei nicht:

So kann man in der Wheels-Area besondere und kreative Motorradumbauten bewundern und darüber sicherlich mit vielen anderen vortrefflich fachsimpeln. Dabei kann man sich gerne durch die Ideen von bekannten Customizing -Unternehmen inspirieren lassen.

Aber da ja Motorradfahren auch ein Lebensgefühl ist, braucht es selbstverständlich die richtige Mode bzw. die passenden Accessoires, um dies nach außen sichtbar machen zu können. All das steht im General Store bereit.

Nach so vielen neuen Eindrücken ist erstmal feiern angesagt: Dazu geben sich Kadavar, Jupiter Jones, The Hives aus Schweden oder Jake Bugg aus Großbritannien und andere die Ehre.

Das Rahmenprogramm bietet neben einem Kino und einer Portraitausstellung namens “People Of The Mile”, ein ansprechendes „Kinderland“, inklusive Parcours für die kleinsten Besucher.

R18 goes Amerika

Schon mit der R18-Standardvariante war klar, dass BMW-Motorrad gerade den US-Markt im Blick hatte. Mit der Präsentation der beiden Modellen R 18 Transcontinental und R 18 B scheint man nun diesen Interesse zu intensivieren, indem man die Schwerpunkte ganz klar auf Langstreckendynamik und Tourentauglichkeit setzt.

Bei den neuen Modellen vertraut man wiederum auf den 1802 Kubikzentimeter großen „Big Boxer“-Motor samt 67 kW (91 PS) bei 4.750 Umdrehungen. Hierbei liegt der Fokus aber ganz klar auf den „Highways“.

Die R18 Transcontinental präsentiert sich mit Frontverkleidung, großer Windschutzscheibe, Windabweisern und Flaps. Das Cockpit wirkt mit vier analogen Rundinstrumenten und dem 10,25″ großen TFT-Farb-Display übersichtlich und schmiegt sich daher unaufdringlich in das Erscheinungsbild des Motorrades ein. Durch die Kooperation mit dem Markenhersteller Marshall kommt man in den Genuss eines exklusiven Hörgenusses durch diese Lautsprecher. Auf zusätzliche Scheinwerfer, Koffer und Sitzheizung muss man ebenso wenig verzichten, wie auf ein Topcase oder einen adäquaten Motorschutz.

Während man mit der R18 Transcontinental zu zweit auf Tour gehen kann, findet auf der R 18 B, mit einem kleineren Windschutz, ausschließlich der Fahrer Platz. Nicht vorhanden ist zudem ein Topcase.

Freuen darf man sich hingegen auf die drei Fahrmodi „Rain“, „Roll“ und „Rock“ mitsamt der Automatischen Stabilitätskontrolle ASC.

Selbstverständlich kann man sich auch seine ganz eigene Version der R 18 Transcontinental oder R 18 B kreieren, zum Beispiel mit vielen Accessoires aus der „Option 719“-Serie.

Gelungener Start

Anfangs lief alles glatt, in Le Mans beim 24-Stunden-Rennen der FIM Endurance World Championship (FIM EWC). Zum Auftakt in die neue Saison setzten die drei Piloten des BMW Motorrad World Endurance Teams, Markus Reiterberger, Ilya Mikhalchik sowie Xavi Forés bereits ein Ausrufezeichen, als sie sich beim Qualifying den dritten Platz in der Startaufstellung sicherten.

Reichenberger nährte auf der #37 BMW S1000RR, durch seinen sehr guten Antritt, die Hoffnung, auf einen positiven Rennverlauf, doch die Technik machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Schwierigkeiten am Kraftstoffsystem machten mehrere Aufenthalte in der Boxengasse nötig, infolge derer man zwischenzeitlich auf den 43. Rang abrutschte.

Doch dank einer starken Leistung hatte man sich zur Hälfte des Laufes bereits wieder Platz fünf erkämpft, was Mikhalchik wenig später sogar mit Position vier übertreffen konnte. Tags drauf, am Morgen belegte man den dritten Rang, woran sich, bis zum Ende, nicht mehr ändern sollte.

Die R NineT in modern

Wer sich in der Customizing-Szene etwas auskennt, dem dürften die Namen Blechmann und Vagabund Moto etwas sagen. Der eine, ein filigraner Künstler bei allem was mit Alu und Stahl zu tun hat, die anderen beiden immer auf der Suche bestehenden Motorrädern das gewisse Extra zu verpassen bzw. noch eins draufzusetzen. Wenn sie sich zusammentun kann man Ungewöhnliches bis Extravagantes erwarten und genau das haben sie mit der „Tin Man“, auf Grundlage einer Rnine T von 2016 auch geschafft.

Wenn man den Umbau zum ersten Mal sieht, glaubt man ein Gefährt aus einem Science-Fiction-Film vor sich zu haben und dieser Eindruck verstärkt sich, wenn der äußerste Korpus nach oben fährt und sich dann zur Seite schwenkt. Mittels einer Fernbedienung und Gasdruckdämpfer ist dies problemlos möglich. Dadurch gibt der Umbau eine Ablage mit Kreditkartenhalterung und Leatherman frei.

Sobald der Rahmen hochgefahren ist, geht es auch für den Tacho-Bildschirm eine Etage höher, da er sich normalerweise hinter einer Acrylscheibe verbirgt. Und das Moto im Customizing-Bereich lautet ja: handgemacht. Dies kann man hier wirklich wörtlich nehmen: Denn vom Auspuff aus Keramik, der sich als Sidepipe seinen Weg unter der Karosserie sucht, bis hin zur Ummantelung der Fernbedienung wurde alles selbst entwickelt und produziert.

Hier sehen Sie Bilder.

Wie durch Zauberhand

Immer mehr Funktionen und Fahrassistenzsysteme, aber nicht mehr Platz im Cockpit. Vor diesem Problem stehen zunehmend Motorradliebhaber und selbstverständlich auch die Hersteller.

BMW-Motorrad scheint sich nun auf innovative Art und Weise diesem Thema zu nähern. Die Münchener beabsichtigen wohl sich eine Gestensteuerung, mit den Händen, patentieren zu lassen. So sollen gewisse Gewohnheitssteuerungen, quasi wie von Zauberhand, durchgeführt werden können. Dies soll durch eine 2D-Kamera, bzw. eine Infrarot-Variante ,bei Dunkelheit, möglich sein.

Während all dem soll und kann man die Hand am Lenker lassen, da die Positionierung der Kameras unten am Rückspiegel erfolgt. Zudem wird ein Sensor im Bereich des Handschutzes ins Gespräch gebracht. Alternativ könnte man sich solche Apparaturen, laut BMW-Motorrad, an Rahmen oder Tank vorstellen. Somit könnten die entsprechenden Wisch-und Richtungsbewegungen eines oder mehrerer Finger die gewünschten Aktionen auslösen. An eine Möglichkeit zur eigenen Bestimmung der Handbewegungen wird ebenfalls gedacht.