Von Navigationssystemen bis zur Schneegrenze

Samstag, 29. März 2008 | Autor: Chris

Das war ja vielleicht ein Wochenendbeginn. Nach einigen Tagen kaltem und nassem Wetter brachte der Samstag schon mal eine schöne Entschädigung. Am Morgen noch etwas trüb – der Nachmittag dann aber schon frühlingshaft.

Gegen Mittag gings dann los erst mal nach Winterthur zum Hobi. Soll es das Garmin Zumo 550 oder doch den BMW Navigator geben? Diese Entscheidung lag zum Glück nicht für mich an, denn beide Systeme haben natürlich ihre Vor- und Nachteile. Es wurde dann ein BMW Navigator III mit Adventure-Windschild und einer sinnvollen Halterung oberhalb der Tachoeinheit. Ich bin ja mal gespannt, wie sich das bewährt, die Vorschussloorbeeren sind auf alle Fälle da. Auf dem Rückweg in Richtung Tösstal fuhr uns dann eine Biene Maya entgegen – warst Du das Raimondo oder Du Dani? Auf alle Fälle kam mir Maschine und auch Tenu des Fahrers bekannt vor :-) In Kolbrunn beim MKS gabs dann noch eine Bratwurst, bevor wir uns den Kurven hingaben.

Von Kolbrunn turnten wir dann über Elgg in Richtung Bichelsee, um dann die kleine Strasse hinauf in Richtung Sitzberg zu nehmen. Herrliche Verhältnisse, Temperaturen die immer wärmer und ein Himmel der immer blauer wurde. Auf dem Sitzberg hatte es noch kurzzeitig etwas Schneereste auf der Strasse, der Winter ist noch nicht ganz vorbei. Via Dusnang ging es weiter in Richtung Tuffertschwil, unterwegs mussten wir jedoch noch Halt machen um den wunderschönen Blick auf den Säntis zu geniessen.
Säntis
Wie frisch mit Puderzucker bestreut erhob sich dieser über der Ostschweiz. Die folgenden Kurven waren einfach herrlich, die Verhältnisse frühlingshaft, einzig an schattigen und nassen Stellen war noch entsprechende Vorsicht geboten. Der Weg hinauf auf die Chäseren führte durch eine wunderbar verschneite Landschaft und gipfelte in einer Ovi-Pause im T-Shirt auf der Sonnenterasse. Es ist wirklich März? Einfach herrlich…

Weiter gings dann nach Bächli und hinauf auf den Hemberg. Diese Seite ist einfach herrlich zu fahren, lange gut geteerte Kurven laden zu schönen Schräglagenorgien ein ;-) Die Fahrt nach Wattwil war dann in Anbetracht der Jahreszeit ebenfalls problemlos, einzig der Verkehr über den Ricken zehrte dann etwas an den Nerven. Aber der Heimweg über Goldingen, Wald, Hasenstrick, Hittnau und Russikon entschädigte für das Kolonnenfahren.

Aufs Töffwaschen kann man da getrost verzichten, morgen geht’s weiter :-) Nur muss ich mal wieder einen Termin bei Hobi einplanen, das Restprofil der Reifen geht, vorne wie hinten, langsam dem Ende zu… Na da bin ich ja mal gespannt auf morgen…

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Regentanz

Sonntag, 16. März 2008 | Autor: Chris

Das einzige, was eine Ausfahrt heute noch verhindern konnte, war das Wetter – und diese Chancen stehen nicht schlecht… Während am Vortag herrlicher Sonnenschein unsere Gemüter erfreute war es heute morgen wechselhaft und immer mehr Wolken zogen auf. Naja, ich hab ja kein festes Ziel und mit den 2 Rädern ist man schnell in der nächsten Geländekammer. Also dann los auf den nächsten Hügel und einmal Wetterspähen in die Runde :-) Und schon nach kurzer Fahrzeit weckte der Wind den Biker unbarmherzig und ab und zu zwingt einem der Seitenwind zu Korrekturen. Aber alles in allem war ich überrascht, wie stabil und zuverlässig auch eine grosse, hohe Reiseenduro dem Wind getrotzt hat.

Als erstes gings auf den Pfannenstiel, um einen ersten Blick in Richtung Innterschweiz zu werfen. Gar nicht mal schlecht, einzig im Glarnerland war es schon sehr dunkel und verhangen. Also ab über den Damm und hoch auf die Schindelegi. Da es dann auch in Richtung Sattel nicht besser aussah entschied ich mich für die Route nach Menzigen. Es tat richtig gut, der GS mal wieder die Sporen zu geben und der Verkehr hielt sich glücklicherweise auch in Grenzen. Die Sicht in Richtung Luzern wurde frei, doch von Pilatus und Co. war nichts zu sehen. Also versuchte ich den Weg zu den Ursprünge der Schweiz zu nehmen, aber bereits nach kurzer Zeit der Fahrt in Richtung Moorgarten/Ägerisee begann es zu regnen. Ich bin kein Schönwetterfahrer – aber muss ich mir das wirklich antun? Also Kehrtwendung und weiter nach Schindelegi. Die Blechlawinden in Richtung Zürich vor mir schreckten richtiggehend ab, also gings links hoch nach Hausen am Albis. Den Albispass bin ich schon länger nicht mehr gefahren, also ein Lichtblick zwischen den dunklen Wolken. Auf der Südwestseite viel zu kurz kam ich schon bald oben an. Bei der Abfahrt kam mir eine Gruppe von Stummellenkern entgegen – was mich dann auf eine gute Idee brachte. Da der Himmel wohl bald die Schleusen öffnet machte ich unten kehrt und genoss eine schöne Fahrt auf Zug den Ablis hoch. Herrlich, wie sich die GS in der Kurve mit dem Asphalt verzahnt und dannbeim rausbeschleunigen der Boxer schön knurrt…. absolutes Suchtpotential.

Etwas „Stadtfahrtraining“ bei feuchten Verhältnissen wird mir gut tun, und so fuhr ich dann quer durch die City hinauf zum Grand Hotel Dolder. Kommende Woche geht’s dort nach etwas mehr als 2 Jahren Bauzeit wieder los – wobei ein Zimmer dort ausserhalb meines Budgetrahmens liegt. Aber schön ist es dennoch anzuschauen das neue Luxushotel von Zürich, vor allem gefällt mir dass die alte Fassade Bestand hielt. Die Lust nach noch mehr Kurven führte mich erneut ins Zürcher Oberland. Schlatt, Elgg und Sitzberg sind Gebiete, wo sich auch die GS mehr als heimisch fühlt. Vor allem die Passage mit den rund 10 Kurven, welche alle über 180 Crad betragen, hinauf auf den Sitzberg sind einfach ein Genuss. Und die GS natürlich voll in ihrem Gebiet – und ich auch.

Und auch anschliessend an der Tankstelle keine grosse Überraschung – zur Freude des Portemonnaies angesichts der aktuellen Benzinpreise.

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Video-Bike-Projekt

Montag, 13. August 2007 | Autor: Chris

Ich nehme mal wieder einen Anlauf, aber mehr weil ich auf eine interessante Kamera gestossen bin. Hier eine Premiere, die allererste Aufnahme:

[youtube]L3pR3ggrJqY[/youtube]

Dieses kurze Video entstand auf dem Weg von der Abzweigung Flüela/Lenzerheide hinauf in die Lenzerheide. Qualität und vor allem Ton sind noch nicht ‘berauschend’, versuche das noch zu verbessern. Sobald ich das hingekriegt habe werde ich etwas ausführlicher über das Video-Bike-Projekt berichten.

[tags] Video Lenzerheide, BMW R 1150 R, r1150r [/tags]

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Albula-Ofen-Umbrail-Livigno-Bernina-Albula-Lenzerheide

Sonntag, 12. August 2007 | Autor: Chris

Raststätte Glarnerland 08:45 - da brummt die CB1300 von Christian von der Autobahnausfahrt her. Im ZH-Oberland war alles noch neblig, hier jedoch strahlte bereits die Sonne mit uns um die Wette. Also nix wie los, Ofenpass war heute sicher gesetzt und der Rest der Route wird sich zeigen. Also ab auf die Bahn bis nach Chur, dann runter und hoch in Richtung Lenzerheide. Der Verkehr hielt sich glücklicherweise noch einigermassen in Grenzen und hinauf nach Lantsch konnten wir sogar noch zufahren. Die CB hatte allerdings frische Finken drauf, deren ‘Gumminöppeli’ sich langsam verflüchtigten. Kaffeehalt kurz vor Lantsch, Routenbesprechung. Via Albula und Ofenpass nach Münster solls werden. Die Strassen waren herrlich trocken; trotz der nassen letzten Tage. Der Albula war der Hit, die paar neu gemachten Passagen entschädigen für die zum Teil drittklassige Strasse. Auf alle Fälle konnten wir herrlich zwirbeln bis La Punt Chamues-ch. Auf dem Weg nach Zernez nahm das Verkehrsaufkommen jedoch drastisch zu, auch der Ofenpass war nicht gerade eine ‘einsame’ Fahrt. Die Landschaft ist schon sehr wild und vielseitig, mach den Ofenpass immer wieder zu einem Genuss. In Münster gabs dann Futter für die Maschinen wie aber auch für uns, feine Lasange auf der Terasse des Restaurant Stelvio. Ja und jetzt? es war doch schon 13:30, dennoch wollten wir über den Umbrail nach Livigno. Hatten die letzten nassen Tage der Kiesstrasse auf dem Umbrail nicht zu arg zugesetzt?

Die ersten Kurven hinauf sind wie immer ein Genuss, schöne enge Spitzkehren gesäumt mit kleinen Kurven. Weiter oben dann die Schotterstrasse, welche aber in einem sehr guten Zustand war wie ich finde. Auf der Schlussstrecke bis zum Zoll hingen wir jedoch hinter einer Gruppe Biker fest, aber das liess sich rund ums Stilfserjoch ja nicht vermeiden. Wir konnten der Versuchung ‘Stilfserjoch’ jedoch widerstehen und bogen am Zoll gleich nach rechts runter in Richtung Bormio. Eine herrliche Abfahrt wie ich finde, gute Strasse mit einem Haufen von Spitzkehren, macht richtig Laune. Was dann folgte war nicht so der Hit, der Weg nach Livigno und hinauf zum Schweizer Zoll unterhalb des Berninapasses war eigentlich eine Kolonnenfahrt im Kriechgang hinter vielen stinkenden Dieseln (ich darf das sagen, fahre auch eine Diesel-Dose aber wenigstens mit Partikel-Filter…). Naja, nachdem auch der letzte Reisecar noch die Fahrt hinauf auf den Bernina irgendwie versaut hat wars wieder höchste Zeit für einen Kaffee. Im Gegensatz zu den Italienischen Dörfern war es hier oben doch recht frisch.

Cambrena vom Bernina Hospiz aus
Blick von Bernina Hospiz in Richtung Cambrena

Die Zeit drängte nun, wir waren etwas spät dran. Also hinunter in Richtung Sameda/La Punt. Kurz oberhal von Morteratsch hatten wir Glück, der Zug kam und wir konnten uns vorne an der Kollonne einreihen, hies dann freie Fahrt für den Rest des Berninas bis hinunter nach Pontresina. In Lenzerheide machten wir nach Albula dann den letzten Halt und stärkten uns für die Rückreise. Der erwartete Rückreiseverkehr hielt sich jedoch in Grenzen, und während Christian in Sargans noch sich und das Bike verpflegete pflügte ich mich noch weiter zurück in Richtung Zürcher Oberland.

Danke Christian, hat echt Spass gemacht mit Dir in den Bündner und angrenzenden italienischen Bergen. Gerne wieder, das nächste mal aber werktags ;-)

[tags] Albula, Ofen, Umbrail, Bernina, Honda CB, CB 1300, BMW, R 1150 R [/tags]

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Die Spuren des Regens

Donnerstag, 9. August 2007 | Autor: Chris

Heute war es mal wieder so weit und es reicht mir noch für eine kleine Ausfahrt. Am morgen regnete es noch in Strömen, aber gegen Mittag trocknete es dann nach etwa 3 Tagen zum Teil heftigem Dauerregen ab. Teile der Innerschweiz kämpfen nun mit Hochwasser, da hat es das Zürcher Oberland nicht so arg ‘erwischt’.

Also rauf auf die Roadster und los in Richtung Kolbrunn. Eine ganz herrliche Szene erlebt ich kurz vor Weisslingen; ca. 3 Kinder waren in einem knallgelben Schlauchboot am rumpaddeln - in einem gemähten Kornfeld. Der Regen hat das ganze Feld in einen kleinen See verwandelt - fröhlich winkten die 3 meiner Biene Maya zu. Das sind die Momente, wo ich mich am meisten verfluche weil die kleine Kamera mal wieder zu Hause auf dem Tisch rumliegt :-(

Der Weg nach Nussberg war im Wald noch feucht, zum Teil nass. Es war richtig gut, mal wieder im Regen zu fahren. Ich liebe meine Conti, die haften wirklich auch in der Nässe super. Nur die ‘Vermicelle’ auf der Strasse brachten die Roadster zum rutschen, ansonsten verhalten sich die Reifen auch in Schräglage absolut stabil und sicher. Würden sie doch nur etwas länger halten - schon bald wieder ist ein neuer Satz fällig. Dann schwenkte ich auf einer meiner Lieblingsstrecken ein und fuhr via Schlatt nach Elgg. Die Waldpassage von Elgg nach Kolbrunn gehört zu meinen absoluten Favoriten, doch war sie heute natürlich nass und dementsprechend war Vorsicht angesagt. Zudem liegt auch noch häufig Splitt rum, da Zwischenstrassen nun völlig mit Kies eingedeckt sind (wieso zur Hölle bloss?). Zu schnell war ich in Kolbrunn, also Blinker nach rechts und hoch in Richtung Kyburg. Auch hier zum Teil feuchte Strassen, der Weg hinunten nach Agasul war hingegen trocken.

herrliche Kurve
Ist solch eine Kurve nicht einfach herrlich….

Heute war für mich eine wichitge Ausfahrt, obwohl Sie nur ca. eine Stunde gedauert hat. Für mich hat es sich gezeigt, dass nach den Zweifel der letzten Wochen die Roadster noch immer der richtige Töff ist für mich. Ich behalte sicher meine Dicke, und ein neues “Füdli” wird sie auch noch bekommen, nach dem Bündner-Pässe-Weekend zusammen mit frischen Finken.

Schöne Schräglagen allerseits,

[tags] r1150r, schlauchboot, bmw, bmw r1150r [/tags]

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Abendliche Ausfahrt - mit Split…

Freitag, 27. Juli 2007 | Autor: Chris

ah - lang ist es nun her seid ich das letzte mal im Sattel meiner Q sass; oder zumindest kommt es mir so vor. Doch heute war mal wieder eine Abend-Ausfahrt auf dem Programm.

Aufsitzen und los - die Strassen herrlich trocken, auf gut Deutsch super Bedingungen. Die Sonne stand noch eher hoch als ich losfuhr, wieder in Richtung ZH-Oberland. Die Gegend ist für ca. 2-4 stündige Ausfahrten einfach herrlich, genügend kleine Strassen mit engen Kehren und Kurven. Heute ging es mal wieder nach Sternenberg, auf den Sitzberg, via Bichelsee nach Elgg und dann meine geliebte Waldpassage hoch. Doch ach Du Schreck, die Passage nach Schlatt ist voll, ja übervoll mit Splitt. Naja, war ne gute Übung mal wieder auf Splitt zu fahren. Und das ABS funktioniert noch immer einwandfrei ;-) Via Girenbad fuhr ich dann hinunter nach Turbenthal und weiter nach Wila, um meinen geliebten Weg nach Wildberg einzuschlagen. Doch auch der - in der oberen Passage alles gesplittet :-/ Naja, die Sonne stand sowieso schon tief am Horizont und ich nutzte die Gelegenheit für ein paar schöne Bilder (wie ich finde):

Sicht von Wildberg

Q im Grünen

[tags] bmw, r1150r, BMW r 1150 r [/tags]

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Die erste ‘grosse’ Ausfahrt im 2007

Sonntag, 18. März 2007 | Autor: Chris

Das Wetter hat gehalten, die Wetterfrösche hatten mal wieder nicht recht - zum Glück muss ich sagen. Also Sonntags früh aus den Federn und ab auf den Hobel. Das Regentenu zur Sicherheit im Tankrucksack fahre ich mich quer durch die Hügel im Oberland ein. In Dussnang dann noch den Tank gefüllt, dann mit Umwegen via Sitzberg/Sternenberg gings nach Tuffertschwil. Ich weiss, keine Sau fährt so nach Tuffertschwil, aber schliesslich ist ja der Weg das Ziel :-D

Meine letzjährige ‘grosse Hausstrecke’ fuhr ich das erste mal dieses Jahr, die Temperatur war schon wieder angenehm, da kommen richtige Frühlingsgefühle auf. Nach Mogelsberg machte ich mich jedoch auf in Richtung Degersberg und dann nach Herisau. Am Bahnhof kurze Orientierung auf der Karte, hatte ich doch im Winter die Kurven rund um Heiden mit dem Auto erlebt und wollte diese heute auch auf zwei Räder erleben. Also auf nach Trogen (ja, der Ort heisst wirklich so und hat mit den stimulierenden Essenzen nichts zu tun ;-) ) und von dort nach Heiden. Im Appenzellerland gibt es viele schöne und kleinere Strässchen mit noch engeren Kurven, welche ich nun langsam zu entdecken beginne. In Heiden legte ich Halt vor einer Bäckerei ein, um mit einem Gipfeli in die Sonne zu blinzeln.

Anschliessend schlängelte ich mich durch bis nach Altstätten, eine schöne Fahrt. Im Rheintal bläst der Fön sehr stark, “es haut eim fascht vom Hobel”. Aber dank des starken Windes hält das Wetter. Also rauf über den Stoss. Wieso habe ich diesen Weg noch nie unter die Räder genommen? Fantastisch, hat richtig Laune gemacht. Die grosse Supermotard, welche in Altstätten noch irgendwo vor mir herdonnerte, war dann bald schon nirgendwo mehr zu sehen. Naja, der drück auch keinen 250kg-Töff den Berg hoch, dafür sitzte ich sicher länger und bequemer :-D. Von weitem schon ragen Hoher Kasten und Säntis über das Appenzellerland, die weissen Gipfel und Hänge der Berge blenden schon beinahe. Ich kanns dann nicht lassen und fahre am Kronberg vorbei in Richtung Urnäsch. Naja, soviel länger über die Schwägalp ist es ja nicht. Also in Urnäsch alles geradeaus und dann hoch in Richtung Säntis. Die Baustelle ist nun endlich ‘weg’, dafür ein Belag wie “es Babyfüdli”. Genussvolles Kurven-surfen bis ganz hoch, dann eine kurze Pause im Schnee. Naja, es ist erst März, und falls der Wetterbericht stimmt gibt es in der kommenden Woche einen erneuten Wintereinbruch. Das kümmert mich im Moment allerdings wenig, ich geniesse die Fahrt hinunter bis nach Wattwil und dann weiter in Richtung Wil. In Bütschwil ist dann noch die Schranke geschlossen, kurze Pause bis der Zug kommt. Nichts aussergewöhnliches, während dem Warten fällt mir jedoch auf, wie wegen des Windes die Roadster unter mir ‘pendelt’, offenbar bietet der Töff genügend Angriffsfläche für den Wind. In Mosnang bin ich dann zügig, auch die Hulftegg ist beinahe menschenleer. Tank füllen, dann geht die Roadster wieder in die heimische Garage. War herrlich, die Töff-Saison scheint eröffnet.

[tags] BMW R 1150 R, R1150R, Stoss, Hulftegg, Heiden, Schwägalp[/tags]

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Ausfahrt am Abend und “des Tigers Krallen”

Donnerstag, 15. März 2007 | Autor: Chris

Heute ergab sich glücklicherweise die Möglichkeit, dass ich etwas früher aus dem Büro ‘fliehen’ konnte. Also ab auf die Roadster und pünktlich um 17:00 machte ich mich auf den Weg, ein paar Kurven zu verschlingen. War wieder herrlich, auf der Roadster zu sitzen. Via Wald und Tösstal gings das erste mal dieses Jahr über die Hulftegg in Richtung Wattwil. Die Hulftegg als sochles fahre ich nur bedingt gerne, häufig ist auch viel Verkehr unterwegs. Aber der Weg von Steg das Tal nach hinten bis zur ersten Steigung ist einfach traumhaft. In Lichtensteig bog ich dann über die Wasserfluh in Richtung Hemberg. Der Verkehr lichtete sich etwas, so gab es Platz um schöne, runde Bögen zu fahren :-) Die Temperatur ist noch nicht (mehr) so hoch, die Reifen brauchen etwas länger um auf Temperatur zu kommen. In St.Gallenkirch dann ab nach rechts und hoch in Richtung Hemberg. Mal schauen, was ich im Winter so alles verlernt hatte, besteht doch diese Steigung aus ca. 5 Geraden und 6 Haarnadeln. Naja, bei der ersten hätte wohl manch ein Fahrschüler besser ausgesehen, aber von Kurve zu Kurve gings dann besser, am Schluss war ich dann aber doch nicht zufrieden. Also Kehrtwende, nach unten und dann noch einmal hoch, diesesmal aber besser… Nach der letzten Kurve hat man zudem kurz Zeit, einen Blick auf den Säntis zu erhaschen, in der Abendsonne ein schöner Blick. Da ich aber noch einen Termin hatte machte ich mich auf den Weg hinunter nach Wattwil. Für ein Foto in der schönen Abendstimmung ist denn aber doch immer Zeit

Hemberg in Richtung Wattwil r1150r

In Eschenbach hatte ich dann noch ein paar Minuten Zeit und parkte meine Roadster wie gewohnt vor der Triumph-Niederlassung von Herrn Müller (welchen ich bis dato noch nicht kannte). Draussen stand eine neue Tiger 1050 in schwarz. Noch kurz ins Sandwich gebissen und die Tiger angeschaut, geht doch schon die Türe auf. “Moment, ich bringe Dir den Schlüssel, das Tenu hast Du schon an, dann kannst Du Sie fahren”. Ähm - hä? “Wart, eine Ausweiskopie brauch ich noch, dann kannst Du los”. “Ich habe aber nur kurz Zeit, für ein paar Minuten aber gerne”. Bevor ich noch mehr überlegen konnte bog ich mit der Tiger ums nächste Eck, nachdem ich beim ersten Anfahren den Motor abgewürgt hatte *uups*. Man sitzt enorm angenehm, aufrecht, aber dennoch vorderradorientiert. Der Triple bollert unter einem, der Windschutz ist gut, die Blinkerbetätigung für mich als BMW-Fahrer etwas ungewohnt. Die Tiger ist enorm wendig, schient schom beim Geradeausfahren nur auf die nächste Kurve zu “plangen”. Die Bremsen sind erste Sahne, obwohl die Maschine ohne ABS ausgestattet war fühlte ich mich sofort wohl, die Rückmeldung ist wirklich 1a. Und der Motor erst… Viel zu schnell gehen die Minuten vorbei und ich machen mich wieder auf den Rückweg, böllere die letzen Kurven hoch und stelle die Tiger wird hin. WOW! Ich bin baff. Die Tiger ist echt eine Wucht. So wirklich dran auszusetzen habe ich nichts, einzig die Anmutung der Armaturen ist im Vergleich zur BMW, entschuldigung, beinahe etwas arm, und das Teil hat leider eine Kette. Aber ansonsten einfach klasse. Ja, ich gebe es zu, das Kätzchen bringt mich ins grübeln…
Ach ja, der Geschäftsführer ‘James’ ist der Gründer meiner aktuellen BMW-Garage, und konnte mein Grinsen gut nachvollziehen. Und wer weiss, vielleicht hat sich sein Spontan-Entschluss mit der Probefahrt ja eines Tages gelohnt…

[tags] Hemberg, Wasserfluh, R1150R, BMW R 1150 R, Triumph, Tiger 1050 [/tags]

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