Wie weiter mit dem Blog?

Sonntag, 13. August 2006 | Autor: Chris

R-Fahrungsberichte eines Fahranfängers mit einer BMW R 1150 R aus der Schweiz - so lautete der Untertitel dieses Blogs. Wie schon im Gästebuch vermerkt wurde zähle ich mich spätenstens jetzt nicht mehr zu den Fahranfängern, zumindest nach der Prüfung sieht das sogar der Gesetzgeber so.

In der Zwischenzeit haben über 16′000 Personen mindestens ein mal das Blog besucht, hauptsächlich aus Deutschland und der Schweiz. Viele Kontakte sind so entstanden, und ein paar R-Fahrer in der Schweiz habe ich so schon kennengelert. In der Zeit habe ich nun rund 14′500 Kilometer zurückgelegt, wobei hier nur wenige Autobahnkilometer dabei waren. Einen Kurvenzähler hatte ich leider nicht, auch keinen Höhenmetermesser :-) 7 Reifen mussten ordentlich Gummi lassen zu der Zeit, auch kam meine Roadster leider nicht schadenfrei durch diese Zeit, 2 Umfaller waren auch dabei. Von Schnee bis Wasserfluten und Sonnenschein, einige Kilometer mit Sozius, einige mit Gepäck - so einiges lief in der Zeit. Und natürlich ein paar Stunden von Manöverfahrten und -übungen sowie einigen Vollbremsungen.

Und dennoch bin ich des Schreibens nicht müde und bin auch sicher, dass ich meine töfftechnische Begleitung der nächsten Jahre gefunden habe. Gerade die Breiche von ‘Zubehör’ und ‘Touren’ plane ich schon noch stark auszubauen - somit bleibt das Blog erhalten. Der Untertitel wird geändert zu

‘R-Fahrungs-Berichte mit einer BMW R1150R’

und somit passt denke ich auch alles wieder zusammen.

Ich freue mich auf alle Fälle, weiter über Erlebtes mit der Q zu berichten und einige Interessierte damit erreichen zu können. Den Bereich der Video auf dem Möpi schliesse ich, bevor er richtig eröffnet wurde, da ich dieses Projekt für mich streiche. Zudem gibt es hier im Interenet viele Anbieter und Impressionen von solchen Fahrten. Ich werde diesen Bereich den Unterkünften widmen, in welchen ich mit dem Töff logiert habe und guten Gewissens gerne weiterempfehlen.

Ich hoffe, dass diese Ausrichtung weiterhin auf so grosses Interesse stösst.

Gute Fahrt und schöne Kurven

 

Chris

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Die Prüfung - Hitzeschlacht in Hinwil

Freitag, 28. Juli 2006 | Autor: Chris

1 Jahr, 1 Monat, 1 Tag, 4 Stunden und 30 Minuten nachdem ich den ersten Meter mit meiner Q zurückgelegt habe ist es nun soweit, alle Sinne und alles Können zusammenreissen und zeigen, was man in der Zeit gelernt hat. Bevor dann die Prüfung losging machte ich aber noch eine Runde durchs Oberland als Vorbereitung. Das Herz ‘pöpperlete’ schon ziemlich zügig.

Um 1415 dann Eintreffen auf dem Parkplatz 1 des Strassenverkehrsamt Hinwil. 2 strahlende Gesichter waren dort zu finden, die beiden der vorherigen Prüfung hatten es geschafft und überbrachten die freudige Nachricht per Handy jedem, der es wissen wollte… Wär ich doch auch schon so weit. “Hast Glück, er ist gut drauf heute” - der Experte ist hiermit wohl gemeint. Kurze Zeit später traf auch mein Leidensgenosse ein, auf einer Yamaha Enduro. Dann noch ums Eck schielen, Acht Spurgasse und versetzter Slalom waren ausgesteckt. Freude herrscht, kein normaler Slalom ;-)

1430 - pünktlich bog Herr Conti, mein Experte, ums Eck. “Sympathischer Kerl, mit Dir würde ich auch auf Tour gehen” - so in etwa war mein erster Gedanke. Ausweise zeigen, ausführliche Instruktionen folgen, vorbildlich, ich bin überrascht. Anschliessend Blinker und Bremslicht testen, aber an meiner Q ist natürlich alles io. Dann als erstes Manöver folgt die 8, bei dem Abstand der Töggel ist dies jedoch kein Problem. Immer schön den Pylonen fixieren, um welchen man gerade fahren will, somit kann man die richtige Blicktechnik schon wunderbar demonstrieren. Es folgt die Spurgasse, als ich nach 10 Sekunden erst in der Hälfte bin winkt er mich raus - scheint wohl genügend langsam gewesen zu sein :-D. Es folgt dann noch der versetzte Slalom - meine Paradedisziplin. Zum Ende des ‘Übens’ war für mich der Spass dabei, mit möglichst viel Schräglage drum zu kommen, aber heute gings ja um die Wurst also schön sauber fahren, auch kein Problem. Wir warteten dann kurz in der brütenden Hitze, es ware über 30 Crad, bis er mit Helm und Jacke wieder kam und dann gings zur Bremsstrecke. Vollbremsung aus ca. 50 km/h war die Aufgabe, mit meiner Roadster mit der herrlichen bremskraftverstärkten Teilintregral-ABS-Bremse eine wahre Freude. Aus ca. 65 km/h gings dann auf seiner Höhe (beim Vorbeifahren) voll in die Eisen dass es eine Freude war. Zum Glück ohne Sozius, sonst hätte ich jetzt Rückenschmerzen ;-)

Erster Teil alles gut gegangen, nun gings auf die Strasse, der Experte als Sozius hinten drauf. Das Sofa der Roadster ist natürlich einladender als die kleine Bank der Enduro, also fuhr ich zuerst mit der wichtigen Fracht voraus. Über Land gings in Richtung Rüti, die roten Ampeln etwas ‘auskosten’ und dann locker bis nach Dürnten. Anschliessend im Kreisel hoch und die schönen langen Kurven hoch. Langsaam Chris, bist nicht alleine unterwegs. Die engen Kehren auf der anderen Seite kein Problem, Herr Conti hat sich auch wunderbar mit in die Kurve geneigt, anständiger Sozius :-). In Wald angekommen gings dann Links hoch auf den Hasenstrick, wieder etwas Landstrasse. Diese Gegend kenne ich wie meine Westentasche, selbst den gröbsten Schlaglöcher kann ich beinahe blind ausweichen. In Wernetshusen dann die nächste Schlüsselstelle, eine enge Durchfahrt zwischen 2 Häusern, wo nur knapp ein Auto durchkommt. also zeigen wir ihm doch, was er sehen möchte, langsam fahren und etwas ‘ausholen’ um weiter nach vorne sehen zu können. Kurz nach dieser engen Passage war dann kurzer Halt und Wechsel, ich von jetzt an am Hinterherfahren. Es ging dann weiter bis nach Bäretswil und anschliessend über Ringwil retour nach Hinwil. Noch NIE kam mir dieser Weg so lange vor, es war zudem heiss…

So, nun gings um die Wurst, eintreffen auf dem Parkplatz 1 im Strassi. Schei… ist das heiss. Schnell runter vom Hobel, Helm weg, und dann hören wir mal was Herr Conti meint. “Herren, habt beide bestanden”. Yiihaa! “Aber erklärt mir mal Folgendes, ” Uups! “wieso geht ihr vom Gas wenn eine Strasse von rechts einmündet, ihr aber schon von weitem sehen könnt das nix kommt? Übertreiben müsst ihrs nicht, denn wenn ihr mal in der Gruppe fährt dann hassen Euch die anderen deswegen”. Naja, deswegen mache ich mir jetzt keine Sorgen ;-). Es folgten dann noch kurz die administrativen Belange, der Lernfahrausweis kriegte einen Stempel und ist nun 10 Tage als Ausweis gültig, bis dann sollte der aktualisierte Führerausweis bei mir eintreffen. Zudem gabs noch einen ‘Gute Fahrt-Schlüsselanhänger’ und ein herzliches ‘Tschüss und bis bald auf der Strasse’.

Nun hängte auch ich mich kurz ans Telefon, um dann 1 Jahr, 1 Monat, 1 Tag, 5 Stunden und 30 Minuten nachdem ich den ersten Meter mit meiner Q zurückgelegt habe, dies das erste mal ohne ‘L’ zu tun. Schwarzwald, Dolomiten und Co, ich komme :-)

[tags] BMW R1150R, r1150r, Fahrprüfung, L, Töff, BMW, Führerausweis [/tags]

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Vermisstmeldung!!

Freitag, 28. Juli 2006 | Autor: Chris

Vermisst wird ein blaues Blechschild, Grösse ca. 15cm auf 15cm mit einem weissen L aufgedruckt. Zuletzt gesehen wurde es am 28. Juli um ca. 15.30 Uhr in der Nähe des Strassenverkehrsamts in Hinwil (Zürcher Oberland).

Wer sachdienliche Hinweise zum derzeitigen Aufenthaltsort machen kann darf diese gerne für sich behalten. Sollte das Schild gefunden werden, darf der / die glückliche Finder(in) dieses gerne selber verwenden oder vernichten.

:-D :-D

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Fahrtraining - auch heute

Montag, 10. Juli 2006 | Autor: Chris

Sobald die Temperaturen etwas abgekühlt haben wollte ich mich noch auf den Weg ins Strassenverkehrsamt machen, um die Manöver zu üben. Kurz nach acht war ich dann dort, es war aber immer noch ziemlich heiss unter dem Tenu. Erneut waren wieder einige Personen auf Platz am üben, so war der Parcour schon beinahe komplett ausgesteckt.

Hier noch ein paar Kniffs von meiner Seite für allfällige ‘Nachahmer’ :-):

Spurgasse
Gewicht auf Raster verlagern, Popo-Meter einschalten, keine schnellen Reaktionen, wenn Gas geben notwendig wird fein mit der Fussbremse dagegen wirken. Ganz wichtig: Bereits langsam in die Spurgasse einfahren, ruhig schon 3-4 Meter vorher mit der konzentrieren Langsamfahrt beginnen.

Versetzter Slalom
Die Blicktechnik macht es aus. Mir half es, jeweils den übernächsten Pylonen anzuschauen (und nicht den nächsten). Nicht zu eng um die Pylonen fahren und vor jedem etwas ausholen, um genügend Reserve für die nächste Passage mitzubringen. Und immer dran denken, nicht der mit der direktesten Linie oder der schnellsten Zeit gewinnt…..

Slalom
Schenkel zusammendrücken um den Töff zu spüren, locker in den Schultern bleiben und konzentriert mit dem Lenker und der Formreaktion arbeiten. Auch hier gilt, lieber etwas langsamer.

Acht
Blicktechnik - auch hier ganz wichtig. Stets den Plyonen anschauen, welchen man gerade umfährt (nicht den Pylonen umfahren, lediglich drum herum fahren ;-) ).

Berg-Anfahren
Sei das unter zu Hilfenahme der Fussbremse oder auch nur mit der Handbremse, immer Gas und Kupplung soweit kommen lassen bis dass sich der Töff etwas aufrichtet - dann Bremse langsam lösen. Ist schwierig die Formreaktion hier zu beschreiben - Übung macht den Meister. Und unbedingt das Üben mit Sozius nicht vergessen…

Voll-Bremsung
Bei einem ABS-Töff wie ich das habe gilt es im Wesentlichen folgendes zu beachten:
- Blick stets gerade aus (nicht vor das Vorderrad)
- “Beherzt” in Pedal treten und Handbremse ziehen (was möglich ist)
- Bremsung kontrolliert zu Ende bringen bis Stillstand
- mit linkem Bein zuerst auf Boden, falls notwendig anschliessend auch das rechte

Übungstip: beim Üben immer in den effektiven Stillstand bremsen, so ‘halb-Bremsungen’ bringen gar nichts.

Wäre schön, wenn jemandem einer der Tips weiter hilft. Nach gut einer Stunde Training machte ich mich dann wieder gemütlich auf den Heimweg.

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Und es geht auch mit Sozius

Sonntag, 2. Juli 2006 | Autor: Chris

Auf die heutige Ausfahrt war ich ja ziemlich gespannt, da ich ein ‘Opfer’ gefunden habe :-D Nein im Ernst, herzlichen Dank an meinen Vater der bei mir als Sozius mitkommt, die kritischen und schwierigen Wege findet und mich so auf die Prüfung einstimmt.

Nach kurzer Zeit fühlte ich mich schon wohler, es ist nur zu Beginn eine gewisse Umgewöhnung mit dem zusätzlichen Gewicht und den Bewegungen. Schon bald kurvten wir durch kleine Gassen, Quartierstrassen mit vielen Bremsbereitschaften und Stopp-Strassen (am Ende waren es 24 Stopp-Strassen, was will man noch mehr). Bis zum Schluss fühlte ich mich dann ganz wohl so, natürlich ist es schon ein etwas anderes und vorsichtigeres Fahren. Anschliessend waren wir noch im Strassenverkehrsamt und ich konnte noch die Manöver üben. Bis auf Spurgasse klappt eigentlich alles ganz gut, auch das Berganfahren bereitet eigentlich keine Probleme mehr. Nach ein paar Trainingsfahrten und guten Tips gings dann wieder zurück - die wartende GS abholen.

Nach der Pflicht folgt die Kür, das haben wir auch heute so gemacht. Alleine darf man dann ja schon etwas eine ‘rundere’ Linie fahren, und das haben wir dann auch voll ausgekostet. Unsere Rundfahrt führte uns nach Tuffertschwil, dann in Dicken hoch nach ‘Chäseren’, dann rüber auf den Hemberg und bei St. Peterzell wieder retour über Sternenberg nach Hause. Die Strecke ist mir ja schon gut bekannt, der Weg nach Chäseren hingegen ist neu. Werd ich sicher wieder machen, ist eine schön eng und geschwungene Strasse nach oben mit auch einer schönen Aussicht.

Da war doch heute wieder beides drin, einerseits das ‘Muss’ und dann auch das ‘Geniessen’. So solls doch sein….

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Soziusfahrt die zweite

Donnerstag, 8. Juni 2006 | Autor: Chris

Es geht doch - zumindest würde sich wohl ein Sozius anders ausdrucken als ‘ich fühle mich wohl bei Dir hinten drauf’ wenns so schlimm wäre. Nach etwas üben im Strassenverkehrsamt (der Slalom geht schon ganz gut, das Berganfahren happert noch immer) traf ich dann meinen Vater beim BMW-Händler, muss er doch noch Reifen seiner GS wechseln für die kommenden Tourenwoche in Südfrankreich. An dieser Stelle schon einmal viel Spass bei den ‘Les Bleu’.

Die Rückfahrt haben wir dann etwas ausgeweitet, langsam habe ich mich auch an das zusätzliche Gewicht gewöhnt, beim Schalten, Bremsen aber natürlich auch beim Kurvenfahren. Ich bin nun schon wesentlich zuversichtlicher als noch am Dienstag zuvor. Und meine Linie ist auch nicht ganz so schlecht im Soziusbetrieb ;-)

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Fahrstunde - Oje…

Mittwoch, 7. Juni 2006 | Autor: Chris

Und ich habe mir doch so viel vorgenommen… Heute hatte ich meiner erste Fahrstunde seit längerem (letztem Jahr). Ich möchte nun so bald als möglich die Prüfung hinter mich bringen und forciere das nun vehement.

Pünktlich treffe ich am vereinbarten Treffpunkt ein, Reifendruck etwas erhöht und die Federspannung härter gestellt, so wie sich das für den Soziusbetrieb gehört. Nach kurzen Einweisungen machen wir uns auf die Fahrt, quer durch die Stadt und anschliessend etwas aufs Land noch ein paar Kurven hoch. Ich war extrem nervös, wollte ich doch alles richtig und gut machen. Die letzten Kurven führten uns hoch nach Kleinbäretswil, was Teil meiner Hausstrecke ist und ich sehr gut kenne. Dort habe ich mich dann wieder etwas ‘entspannen’ können.

Oben auf dem Parkplatz dann Feedback, oder soll ich sagen ‘Standpauke’? Bis aufs ‘Einspuren’ und den Schulterblick habe ich nicht viel richtig gemacht, zu schräg, etwas zu schnell, schlechte Linie (Tank muss immer in der Mitte der Fahrbahn sein als Merksatz), zu wenig ‘fein’ bzw. vorsichtig mit dem Töff. Naja, ums kurz zu machen ich kam dann anders vom Berg runter als ich raufgefahren bin. Wir fuhren dann ins Strassenverkehrsamt und widmeten uns dann dort noch den Manövern. Beim Absteigen meinte mein Fahrlehrer jedoch: Wenn Du so fährst wie jetzt dann komme ich 14-Tage also Sozius mit Dir in die Ferien. Interessanter Wandel….

Die Manöver gingen dann recht gut, habe ich die doch auch schon etwas geübt. Bis auf den engen Slalom und das Berganfahren dürfte der Rest wohl kein Problem sein. Und so ging dann die Lektion mit einem sehr verunsicherten Verfasser zu Ende… denn irgendwie stellt diese Fahrstunde so mein bisheriges Wissen und Können völlig auf den Kopf, womit ich so meine Mühe habe… Naja, schaun’mer mal weiter.

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