BMW Streetguard II

Freitag, 15. Juni 2007 | Autor: Chris

Letzte Saison war ich mal unachtsam und der Ärmel meiner Töffjacke ist wohl an den heissen Auspuff gekommen. Seit daher fahre ich mit kleinen Löcher unten beim Handgelenk des rechten Armes herum. Eigentlich nicht so tragisch, aber es zieht nun ordentlich rein. Mit einem Pulswärmer habe ich da zwar etwas entgegenwirken können, doch ideal ist es sicher nicht.

Nach etwas sparen war es dann diesen Frühling so weit, eine BMW Streetguard II war für mich beim Händler zum probieren bereit. Nachdem die passende Grösse gefunden wurde war ich sehr gespannt, wie es sein wird mit einer so - entschuldigung - schweine teuren Jacke :-)

Und heute Mitte Juni muss ich sagen, sie ist jeden Franken Wert. Erstens ist die Passform super, zweitens aber überzeugt sich mich funktional voll und ganz. Absolut durchdacht, einfach alles am richtigen Ort wo man es vermutet. Als Beispiel: Die Neopren-Bördli an den Ärmeln, worüber die Handschuhe gestülpt werden können. Oder der zusätzlich anklett- bzw. mit einem Reissverschluss zu befestigende Kragen für die wirklich kalten Tage. Am Besten jedoch empfinde ich die Atmungsaktivität der Jacke. Es kann kalt sein, es kann heiss sein, unangenehm wird es in der Jacke eigentlich nie (Erfahrungen bisher von knapp über 0 bis hin zu >30 Crad). Da muss die Membrane nicht mal raus. Und von anderen Töfflern weiss ich, wie gut die Widerstandsfähigkeit bei Stürzen ist, auch nach längeren Rutschpartien passiert weder dem Träger noch dem Material viel. Einen negativen Punkt habe ich jedoch noch feststellen müssen: Bei offenen Reissverschluss an heissen Tagen kommt es vor, dass der Kragen hinten am Helm ‘ripscht’. Ist wirklich ein Detail - aber so ziemlich das einzige, was meines Erachtens an der Jacke noch verbessert werden kann.

streetguard2

 

Mein Fazit: Absolut empfehlenswert, trotz des hohen Preises.

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Meine R ist nicht ganz dicht ;-)

Donnerstag, 7. Juni 2007 | Autor: Chris

Seit längerer Zeit schon habe ich bei meiner R ein kleines, merkwürdiges Problem. Immer wenn ich losfahre verliert sie Flüssigkeit, jedoch selten viel. Es reicht aber, um in der Garage eine kleine Spur zu hinterlassen. Dieses Problem tritt schon länger auf, vor einiger Zeit jedoch hat es seinen Höhepunkt erreicht. Kurz nach dem Losfahren fuhr ich noch an die Tanke. Und beim Bremsen neben der Zapfsäule lief ein richtiger Schwall runter neben dem Hauptständer auf den Boden.

Abklärungen haben dann ergeben, dass sie Benzin verliert, und das immer beim losfahren, wenn ich jedoch von der Tour zurückkomme oder unterwegs nicht. Kann beim nächsten Service angeschaut werden meinte der Mech vor einiger Zeit, und so liess ich das ganze auch eine Zeit lang bleiben.

Am 07.06. dann der Termin bei meinem neuen Mech des Vertrauens; Hobi-Moto in Winterthur. Die Benzinleitung musste neu befestigt und abgedichtet werden, eine neue Briede kam noch hinzu und ein Schluck Oel. Das alles kam mit der Arbeit auf CHF 55 - ich wollte zuerst meinen Ohren nicht trauen - aber das war ‘wahr’. Unglaublich, das war mir noch nie passiert, unter CHF 200 lief bisher gar nichts…

Und danke Jakob für die XMoto, hat Spass gemacht :-)

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Belohnungs-Fahrt

Sonntag, 22. Oktober 2006 | Autor: Chris

Klingt vielleicht etwas speziell, aber nach einem Wochenende voller Prüfungen wollte ich mir am späten Sonntag-Nachmittag noch “etwas Gutes tun” (und nicht nur ich). Das Wetter hat sich im Laufe des Tages stark gebessert, also noch vor Sonnenuntergang gut eine Stunde Zeit für eine Ausfahrt.

Heute mal die GS im Rückspiegel machten wir wieder die Gegend um Thurbenthal, Sitzberg, Fischingen, Sternenberg, Wolfsberg (ja, ich weiss jetzt wie’s dort oben heisst :-D) und Kleinbäretswil unsicher. Man merkt schon stark die fortgeschrittene Jahreszeit, wähle ich doch die Linie nicht mehr ganz so rund wie im Sommer, um den ‘Blättermassen’ und auch den übrigen Dingen, welche auf der Strasse rumliegen, auszuweichen. Ab und zu macht mir jedoch die tief stehende Sonne zu schaffen, trotz dunklem Visier suche ich manchmal den Weg durch die nächsten Kurven. Herrlich auch wie der Herbst duftet, ganz anders nehme ich dies war als im Sommer.

R1150R und R1150GS

Einmal mehr muss ich ein Lob über meine Reifen los werden. Selbst mit den zum Teil schwierigen Verhältnissen kommt der RoadAttack gut zurecht und vermittelt mir genau das Vertrauen, welches ich auch brauche. Gerade auf der Fahrt hoch nach Kleinbäretswil geniesse ich es sehr, die Rasten schleifen zu lassen, da ist doch dann im Waldstück das Vertrauen in den Reifen besonders wichtig. Wenn er doch nur etwas länger halten würde…

Ich bin mir je länger je mehr bewusst, dass es wohl für dieses Jahr nicht mehr allzu viele Kilometer geben wird. Umsomehr geniesse ich jede Bogen, jede Kurve und sei sie noch so klein. Ich parkiere die Roadster in der Garage mit der leisen Hoffung, dass dies dieses Jahr noch ein paar mal möglich sein wird..

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F 800 S - eine Landstrassen-Spassmaschine

Freitag, 18. August 2006 | Autor: Chris

Nein nein, ich werde meiner Roadster nicht untreu. Aber im Rahmen des 20t-Service habe ich als Ersatzmaschine eine Rote F 800 S erhalten. Leider hat es bei der Übergabe in Strömen geregnet, ich wusste also nicht so genau, ob ich ausser Wasserpflügen noch eine Möglichkeit finden werde, die 800er flotter zu bewegen.

Doch Petrus meinte es für einmal gut mit mir und im Laufe des späteren Morgens setzte der Föhn ein, so dass ich dann am Nachmittag mir die Zeit für eine kleine Tour freischaufeln konnte. Ich hatte vor, mir bereits bekannte Strecken zu fahren um so den Unterschied etwas besser beurteilen zu können. Die kleine Rundfahrt führte mich über den Ricken nach Wattwil, dann weiter nach Lichtensteig und über die Wasserfluh ins Appenzellerland und dann auf den Hemberg hinauf. Bei Eistee und Appenzeller Chnobli-Pantli genoss ich den Sonnenschein und warf ab und zu einige sorgenvolle Blicke in Richtung Säntis, wollte ich doch noch über die Schwägalp. Bis hierhin gefiel mir die F 800 S nicht schlecht. Sie will etwas bewusster und mit etwas Nachdruck in Schräglage gebracht werden, ist dann jedoch sehr stabil. Der Motor ist eine Wucht, ich hätte nicht gedacht dass der 800 so schön zur Sache geht. Ich konnte lange die Faszination von kleinvolumigen Töffmotoren nicht verstehen, aber bei diesem Triebwerk macht das Drehen echt Laune. Auch der Sound ab ca. 5000 Umdrehungen gefällt mir gut, unten rum ist er etwas brav. Ein Erlebnis für sich ist die Geräuschekulisse im Schiebebetrieb, hatte zu Beginn einige Bedenken ob da alles io ist, aber das muss scheinbar so sein ;-).

Und weiter gehts, Hermberg hinunter nach Bächli und anschliessend nach Urnäsch. Diese Strecke besteht aus gut geteerten Landstrassen, meist auch sehr übersichtlich. Hier ist die ‘F’ voll in ihrem Element, auf diesen guten Strassen macht es eine ‘Heidenfreude’ von einer Kurve in die nächste zu Fahren. Gerade zum Beginn der Auffahrt zur Schwägalp leuchtete jedoch die Benzinlampe auf. Der Bordcomputer zeigte jedoch noch eine Distanz von über 70 km an, so machte ich mir noch keine grossen Sorgen. Auch die paar Spitzkehren auf der Schwägalp bereiten mit der F800 keine Probleme, doch während der Fahrt wurden nun die Unterschiede von Fahrwerk und Motor zur Roadster deutlich. Der geringere Hubraum macht sich hier natürlich bemerkbar, und auch der Einsatz bis die F 800 S sich in Schräglage befindet ist etwas grösser. Werden die Strassen etwas schlechter verliert die F800 die Souveränität, welche sie zuvor noch gezeigt hatte. Ich möchte nich falsch verstanden werden, es ist noch immer kein Problem mit ihr unterwegs zu sein, aber auf den gut ausgebauten Strassen gefiel sie mir doch wesentlich besser und die Roadster macht auf schlechten Strassen für mich den deutlich besseren Eindruck.

Auf dem Weg hinunter nach Wattwil zeigt sich auch das Windschild als erstaunlich gut, der Helm wird sauber umströmt und es bildet sich so keine unangenehme Geräuschkulisse. Ich wollte aber wieder Kurven, und so bezwang ich den Hemberg noch von der anderen Seite und bog dann in St. Peterzell nach rechts weg, um den herrlichen Weg ‘hintenrum’ nach Tuffertschwil einzuschlagen. Auch hier zeigt sich einmal mehr, die mittel bis gut ausgebaute Landstrasse ist DAS Element der F 800 S. Der drehfreudige Motor ist einfach wie geschaffen dafür, und auch die Bremsen sind einfach, klar und gut zu dosieren. Nur zu Beginn war dies natürlich eine Umstellung von der bremskraftverstärkten Q auf diese nun ‘normale’ ABS-Bremse. Allerdings machen sich nun bei mir die Handgelenke und der Hintern bemerkbar. Die Haltung ist doch sportiv, der Stummellenker nicht sehr hoch - ich würde da wohl, man möge es mir verzeihen, einen Superbikelenker montieren. Und dass ich mir natürlich von der Q ein Sofa und keinen einfachen Töffsitz gewohnt bin trug auch zu den Schwierigkeiten mit dem bequemen sitzen bei.

Der Weg zurück nach Mönchaltorf zum Abholen meiner Roadster führte mich dann noch über Sternenberg. Dort gab sich die F 800 S jedoch eine Blösse, welche ich noch nicht ganz erklären kann. In einer Kurve bei moderater Schräglage rutschte das Heck ziemlich unvermittelt und verhältnissmässig weit weg (keine Bitumen, keine Alpenpizzas oder ähnlich auf der trockenen Strasse). Ich war etwas überrascht, hatte ich das eigentlich nicht erwartet und die Reifen waren bis anhin tadellos. Die Rasten waren noch lange nicht am Boden… Irgendwie war dann kurzzeitig das Vertrauen etwas weg, um aber in den folgenden Kehren doch wieder zu kommen. Dennoch hat mich das etwas irritiert.

Die F 800 S wieder abgestellt musste ich als mein persönliches Fazit sagen: ein echtes Spassgerät für die Landstrasse! Mach irrsinnig Laune, der Motor dreht wunderbar hoch. Auch die Bremsen verdienen nur Lob wie auch das Windschild, von dessen Effizient ich überrascht war. Die Geräuschekuliesse im Schiebebetrieb ist für mich einmalig, auch ist für mich die Sitzhaltung zu sportiv und das Sitzkissen etwas unbequem, schlief mir doch nach längerer Fahrt auch langsam das rechte Bein ein. Die Tourentauglichkeit möchte ich noch nicht beurteilen, da müsste ich sicher noch etwas länger mit der F800S unterwegs sein.

Für Spass auf der Landstrasse ist die F 800 S somit genau das Richtige.

BMW F 800 S

BMW F 800 S

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Wie weiter mit dem Blog?

Sonntag, 13. August 2006 | Autor: Chris

R-Fahrungsberichte eines Fahranfängers mit einer BMW R 1150 R aus der Schweiz - so lautete der Untertitel dieses Blogs. Wie schon im Gästebuch vermerkt wurde zähle ich mich spätenstens jetzt nicht mehr zu den Fahranfängern, zumindest nach der Prüfung sieht das sogar der Gesetzgeber so.

In der Zwischenzeit haben über 16′000 Personen mindestens ein mal das Blog besucht, hauptsächlich aus Deutschland und der Schweiz. Viele Kontakte sind so entstanden, und ein paar R-Fahrer in der Schweiz habe ich so schon kennengelert. In der Zeit habe ich nun rund 14′500 Kilometer zurückgelegt, wobei hier nur wenige Autobahnkilometer dabei waren. Einen Kurvenzähler hatte ich leider nicht, auch keinen Höhenmetermesser :-) 7 Reifen mussten ordentlich Gummi lassen zu der Zeit, auch kam meine Roadster leider nicht schadenfrei durch diese Zeit, 2 Umfaller waren auch dabei. Von Schnee bis Wasserfluten und Sonnenschein, einige Kilometer mit Sozius, einige mit Gepäck - so einiges lief in der Zeit. Und natürlich ein paar Stunden von Manöverfahrten und -übungen sowie einigen Vollbremsungen.

Und dennoch bin ich des Schreibens nicht müde und bin auch sicher, dass ich meine töfftechnische Begleitung der nächsten Jahre gefunden habe. Gerade die Breiche von ‘Zubehör’ und ‘Touren’ plane ich schon noch stark auszubauen - somit bleibt das Blog erhalten. Der Untertitel wird geändert zu

‘R-Fahrungs-Berichte mit einer BMW R1150R’

und somit passt denke ich auch alles wieder zusammen.

Ich freue mich auf alle Fälle, weiter über Erlebtes mit der Q zu berichten und einige Interessierte damit erreichen zu können. Den Bereich der Video auf dem Möpi schliesse ich, bevor er richtig eröffnet wurde, da ich dieses Projekt für mich streiche. Zudem gibt es hier im Interenet viele Anbieter und Impressionen von solchen Fahrten. Ich werde diesen Bereich den Unterkünften widmen, in welchen ich mit dem Töff logiert habe und guten Gewissens gerne weiterempfehlen.

Ich hoffe, dass diese Ausrichtung weiterhin auf so grosses Interesse stösst.

Gute Fahrt und schöne Kurven

 

Chris

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Vermisstmeldung!!

Freitag, 28. Juli 2006 | Autor: Chris

Vermisst wird ein blaues Blechschild, Grösse ca. 15cm auf 15cm mit einem weissen L aufgedruckt. Zuletzt gesehen wurde es am 28. Juli um ca. 15.30 Uhr in der Nähe des Strassenverkehrsamts in Hinwil (Zürcher Oberland).

Wer sachdienliche Hinweise zum derzeitigen Aufenthaltsort machen kann darf diese gerne für sich behalten. Sollte das Schild gefunden werden, darf der / die glückliche Finder(in) dieses gerne selber verwenden oder vernichten.

:-D :-D

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Engadinerluft

Sonntag, 23. Juli 2006 | Autor: Chris

Es versprach wieder ein heisser Tag zu werden, also früh aus den Federn. Auf dem Programm stand wieder ein Tag Engadin - oder besser ein Tag lang Kurven in und um diese Gegend. Also um 0630 auf die Maschine und ab auf die Bahn nach Chur. Kurzen Stop im Heidiland (Raststätte), den Durst der Q stillen. Der Himmel verdunkelte sich schnell, und kühl war es auch, also entschloss ich mich zu einem Parkplatz-Strip ;-) und montiert noch die Regen-Membrane.
Dann gings weiter bis Tiefencastel und hinauf auf den Julierpass. Dies ist der einzige Pass, welcher das ganze Jahr über offen ist und somit immer eine Verbindung ins Engadin per Auto sicherstellt. Dementsprechend ist dieser gut ausgebaut und die Strassen entsprechend breit - jedoch auch sehr gut frequentiert. Heute morgen war er aber ein Traum, insgesamt 3 Auto, 1 Reisecar und 1 Postauto habe ich während der ganzen Fahrt ‘kurzzeitig’ vor mir gehabt, ansonsten Platz zur Genüge und herrliche Kurven. Oben war auf alle Fälle der neue Vorderreifen sicher gut eingefahren ;-). Ziemlich frisch war es jedoch auch, und so fuhr ich gleich weiter hinunter bis nach La Punt Chamues-Ch (Sprich: Tschamuesch-tsch).

Nach einem Gipfeli-Stop ging es dann mit meinem Vater als Sozius quer durchs Oberengadin, den kleinen, engen Gässchen nach mit möglichst vielen Stop-Strassen am Berg, wenn es geht auch noch Stop mit Rechtsabbieger den Hang hoch. So lernte man auch die kleinsten Gässchen in Bever, Samedan, St. Moritz, Champfer, Surlej, Sils und Maloja kennen. Ich fühle mich nun auch mit Sozius sehr sicher, es spielt mir eigentlich keine Rolle mehr, ob ich alleine oder mit jemandem ‘hinten drauf’ unterwegs bin. Natürlich passe ich aber meinen Fahrstil entsprechend an. Aber auf alle Fälle fühle ich mich nun gerüstet für die Soziusfahrt an der Prüfung.

Nach einem Eistee in Maloja hatten wir aber beide noch den Drang, ein paar schöne Kurven solo zu geniessen. Also retour die GS abholen und dann gings auf Total 4 Räder weiter. Das Wetter verschlechterte sich etwas, davon liessen wir uns aber nicht beeindrucken. Wir fuhren hinunter nach Zernez mit dem Ziel ‘Mustair’ im Münstertal. Den Ofenpass bin ich mit dem Töff noch nie gefahren, war also eine schöne Premiere. Der Verkehr hielt sich in Grenzen, der Ofenpass ist zudem relativ breit und übersichtlich, zum überholen also kein Problem. Auch hat es mehrere lange Geraden, welchen genügend Reserve bieten. Während die Nordseite doch eher langgezogen ist und man auch etwas Distanz überwindet ist die Südseite kompakter. Besonders die Kurven direkt unterhalb der Passhöhe hatten es mir angetan, auch war die Strasse frisch geteert, also die Möglichkeit die Schräglagen voll auszukosten. In Münster angekommen legten wir eine verspätete Mittagsrast ein, bevor uns die immer dunkler werdenden Wolken zum Rückweg animierten. Und prompt, kurz vor dem Einstieg in den Pass schüttete es wie aus kübeln, ein klassisches Sommergewitter. Lange hielt dies aber nicht hin, wenige Minuten später war die Strasse dann wieder trocken und wir konnten die Fahrt über den Ofenpass auskosten.

Wieder im Engadin waren die Regenwolken nicht zu übersehen. So entschloss ich mich, die Heimreise anzutreten und wir fuhren noch zusammen über den Albulapass. Eigentlich ist das nicht so mein ‘Pass’, da die Strasse doch ein keinem sehr guten Zustand ist und ich das der Roadster nicht regelmässig antun möchte. Aber aufgrund der Wetterlage erschien mir diese Variante als die Beste. Dennoch habe ich die Fahrt genossen, und von Bergün bis nach Filisur ist die Strecke gut beisammen, da macht das Kurvenswingen richtig Laune. Bei Abzweigung Lenzerheide/Davos verabschiedeten wir uns dann bei einer - Entschuldigung den Ausdruck - Affenhitze. Im Vergleich zum Engadin ist es brüten d heiss hier, und auch kein Lüftchen wehte. Auf dem Rückweg über den Albula wurde mein Vater noch ordentlich ‘geduscht’, während auf meiner Heimreise die Feuchtigkeit aufgrund der Temperaturen vor allem ‘von innen’ kam.

Alles in allem ein super Tag, mein A…. machte sich jedoch ziemlich stark bemerkbar, war es doch ein Wochenende mit ca. 1100 Kilometer. Der Vorderreifen ist nun sicher auch eingefahren, und auch der Soziusfahrt an der Prüfung sehe ich nun mit einer gewissen Gelassenheit entgegen. Auf alle Fälle ist die Umstellung von Solo- auf Soziusbetrieb für mich nun kein Problem mehr.

Schöne Grüsse an der Stelle an Adrian (Ofenpass) wie auch an die L-Fahrerin mit der Weissen Rockster auf dem Albula.

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Und es geht auch mit Sozius

Sonntag, 2. Juli 2006 | Autor: Chris

Auf die heutige Ausfahrt war ich ja ziemlich gespannt, da ich ein ‘Opfer’ gefunden habe :-D Nein im Ernst, herzlichen Dank an meinen Vater der bei mir als Sozius mitkommt, die kritischen und schwierigen Wege findet und mich so auf die Prüfung einstimmt.

Nach kurzer Zeit fühlte ich mich schon wohler, es ist nur zu Beginn eine gewisse Umgewöhnung mit dem zusätzlichen Gewicht und den Bewegungen. Schon bald kurvten wir durch kleine Gassen, Quartierstrassen mit vielen Bremsbereitschaften und Stopp-Strassen (am Ende waren es 24 Stopp-Strassen, was will man noch mehr). Bis zum Schluss fühlte ich mich dann ganz wohl so, natürlich ist es schon ein etwas anderes und vorsichtigeres Fahren. Anschliessend waren wir noch im Strassenverkehrsamt und ich konnte noch die Manöver üben. Bis auf Spurgasse klappt eigentlich alles ganz gut, auch das Berganfahren bereitet eigentlich keine Probleme mehr. Nach ein paar Trainingsfahrten und guten Tips gings dann wieder zurück - die wartende GS abholen.

Nach der Pflicht folgt die Kür, das haben wir auch heute so gemacht. Alleine darf man dann ja schon etwas eine ‘rundere’ Linie fahren, und das haben wir dann auch voll ausgekostet. Unsere Rundfahrt führte uns nach Tuffertschwil, dann in Dicken hoch nach ‘Chäseren’, dann rüber auf den Hemberg und bei St. Peterzell wieder retour über Sternenberg nach Hause. Die Strecke ist mir ja schon gut bekannt, der Weg nach Chäseren hingegen ist neu. Werd ich sicher wieder machen, ist eine schön eng und geschwungene Strasse nach oben mit auch einer schönen Aussicht.

Da war doch heute wieder beides drin, einerseits das ‘Muss’ und dann auch das ‘Geniessen’. So solls doch sein….

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