Regentanz
Sonntag, 16. März 2008 | Autor: Chris
Das einzige, was eine Ausfahrt heute noch verhindern konnte, war das Wetter – und diese Chancen stehen nicht schlecht… Während am Vortag herrlicher Sonnenschein unsere Gemüter erfreute war es heute morgen wechselhaft und immer mehr Wolken zogen auf. Naja, ich hab ja kein festes Ziel und mit den 2 Rädern ist man schnell in der nächsten Geländekammer. Also dann los auf den nächsten Hügel und einmal Wetterspähen in die Runde
Und schon nach kurzer Fahrzeit weckte der Wind den Biker unbarmherzig und ab und zu zwingt einem der Seitenwind zu Korrekturen. Aber alles in allem war ich überrascht, wie stabil und zuverlässig auch eine grosse, hohe Reiseenduro dem Wind getrotzt hat.
Als erstes gings auf den Pfannenstiel, um einen ersten Blick in Richtung Innterschweiz zu werfen. Gar nicht mal schlecht, einzig im Glarnerland war es schon sehr dunkel und verhangen. Also ab über den Damm und hoch auf die Schindelegi. Da es dann auch in Richtung Sattel nicht besser aussah entschied ich mich für die Route nach Menzigen. Es tat richtig gut, der GS mal wieder die Sporen zu geben und der Verkehr hielt sich glücklicherweise auch in Grenzen. Die Sicht in Richtung Luzern wurde frei, doch von Pilatus und Co. war nichts zu sehen. Also versuchte ich den Weg zu den Ursprünge der Schweiz zu nehmen, aber bereits nach kurzer Zeit der Fahrt in Richtung Moorgarten/Ägerisee begann es zu regnen. Ich bin kein Schönwetterfahrer – aber muss ich mir das wirklich antun? Also Kehrtwendung und weiter nach Schindelegi. Die Blechlawinden in Richtung Zürich vor mir schreckten richtiggehend ab, also gings links hoch nach Hausen am Albis. Den Albispass bin ich schon länger nicht mehr gefahren, also ein Lichtblick zwischen den dunklen Wolken. Auf der Südwestseite viel zu kurz kam ich schon bald oben an. Bei der Abfahrt kam mir eine Gruppe von Stummellenkern entgegen – was mich dann auf eine gute Idee brachte. Da der Himmel wohl bald die Schleusen öffnet machte ich unten kehrt und genoss eine schöne Fahrt auf Zug den Ablis hoch. Herrlich, wie sich die GS in der Kurve mit dem Asphalt verzahnt und dannbeim rausbeschleunigen der Boxer schön knurrt…. absolutes Suchtpotential.
Etwas „Stadtfahrtraining“ bei feuchten Verhältnissen wird mir gut tun, und so fuhr ich dann quer durch die City hinauf zum Grand Hotel Dolder. Kommende Woche geht’s dort nach etwas mehr als 2 Jahren Bauzeit wieder los – wobei ein Zimmer dort ausserhalb meines Budgetrahmens liegt. Aber schön ist es dennoch anzuschauen das neue Luxushotel von Zürich, vor allem gefällt mir dass die alte Fassade Bestand hielt. Die Lust nach noch mehr Kurven führte mich erneut ins Zürcher Oberland. Schlatt, Elgg und Sitzberg sind Gebiete, wo sich auch die GS mehr als heimisch fühlt. Vor allem die Passage mit den rund 10 Kurven, welche alle über 180 Crad betragen, hinauf auf den Sitzberg sind einfach ein Genuss. Und die GS natürlich voll in ihrem Gebiet – und ich auch.
Und auch anschliessend an der Tankstelle keine grosse Überraschung – zur Freude des Portemonnaies angesichts der aktuellen Benzinpreise.
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