Die erste ‘grosse’ Ausfahrt im 2007
Sonntag, 18. März 2007 | Autor: Chris
Das Wetter hat gehalten, die Wetterfrösche hatten mal wieder nicht recht - zum Glück muss ich sagen. Also Sonntags früh aus den Federn und ab auf den Hobel. Das Regentenu zur Sicherheit im Tankrucksack fahre ich mich quer durch die Hügel im Oberland ein. In Dussnang dann noch den Tank gefüllt, dann mit Umwegen via Sitzberg/Sternenberg gings nach Tuffertschwil. Ich weiss, keine Sau fährt so nach Tuffertschwil, aber schliesslich ist ja der Weg das Ziel
Meine letzjährige ‘grosse Hausstrecke’ fuhr ich das erste mal dieses Jahr, die Temperatur war schon wieder angenehm, da kommen richtige Frühlingsgefühle auf. Nach Mogelsberg machte ich mich jedoch auf in Richtung Degersberg und dann nach Herisau. Am Bahnhof kurze Orientierung auf der Karte, hatte ich doch im Winter die Kurven rund um Heiden mit dem Auto erlebt und wollte diese heute auch auf zwei Räder erleben. Also auf nach Trogen (ja, der Ort heisst wirklich so und hat mit den stimulierenden Essenzen nichts zu tun
) und von dort nach Heiden. Im Appenzellerland gibt es viele schöne und kleinere Strässchen mit noch engeren Kurven, welche ich nun langsam zu entdecken beginne. In Heiden legte ich Halt vor einer Bäckerei ein, um mit einem Gipfeli in die Sonne zu blinzeln.
Anschliessend schlängelte ich mich durch bis nach Altstätten, eine schöne Fahrt. Im Rheintal bläst der Fön sehr stark, “es haut eim fascht vom Hobel”. Aber dank des starken Windes hält das Wetter. Also rauf über den Stoss. Wieso habe ich diesen Weg noch nie unter die Räder genommen? Fantastisch, hat richtig Laune gemacht. Die grosse Supermotard, welche in Altstätten noch irgendwo vor mir herdonnerte, war dann bald schon nirgendwo mehr zu sehen. Naja, der drück auch keinen 250kg-Töff den Berg hoch, dafür sitzte ich sicher länger und bequemer :-D. Von weitem schon ragen Hoher Kasten und Säntis über das Appenzellerland, die weissen Gipfel und Hänge der Berge blenden schon beinahe. Ich kanns dann nicht lassen und fahre am Kronberg vorbei in Richtung Urnäsch. Naja, soviel länger über die Schwägalp ist es ja nicht. Also in Urnäsch alles geradeaus und dann hoch in Richtung Säntis. Die Baustelle ist nun endlich ‘weg’, dafür ein Belag wie “es Babyfüdli”. Genussvolles Kurven-surfen bis ganz hoch, dann eine kurze Pause im Schnee. Naja, es ist erst März, und falls der Wetterbericht stimmt gibt es in der kommenden Woche einen erneuten Wintereinbruch. Das kümmert mich im Moment allerdings wenig, ich geniesse die Fahrt hinunter bis nach Wattwil und dann weiter in Richtung Wil. In Bütschwil ist dann noch die Schranke geschlossen, kurze Pause bis der Zug kommt. Nichts aussergewöhnliches, während dem Warten fällt mir jedoch auf, wie wegen des Windes die Roadster unter mir ‘pendelt’, offenbar bietet der Töff genügend Angriffsfläche für den Wind. In Mosnang bin ich dann zügig, auch die Hulftegg ist beinahe menschenleer. Tank füllen, dann geht die Roadster wieder in die heimische Garage. War herrlich, die Töff-Saison scheint eröffnet.
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