Vorstellung der R 1200 R in Motorrad 15/2006

Freitag, 23. Juni 2006 | Autor: Chris

Gemäss der Homepage von Motorrad wird in Heft 15/2006, welches am 07.07.2006 erscheint, die neue BMW R 1200 R vorgestellt. Somit sollten dann sämtliche Spekulationen ein Ende haben (hoffentlich). Was sich jedoch jetzt schon abzeichnet ist ein weiterhin der aktuellen R 1150 R sehr ähnliches Design, es werden keine Überraschungen erwartet. Der Motor ist ja ebenfalls aus der übrigen R-Reihe bekannt und wird wohl auch von den Leistungsdaten her demjenigen der GS in etwa entsprechen. Zu hoffen ist auch, dass sich das Gewicht entsprechend nach unten verändert hat.

Die neueste Spekulation im Internet ist jedoch eine 900-Motorisierung, kann ich mir im Moment jedoch weniger vorstellen, würde nach der Lancierung der neuen F-Reihe meines Erachtens auch wenig Sinn machen.

Also harren wir da der Dinge die noch kommen werden.

*Hand zum Bikergruss*

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R 1200 R - so schaut sie wohl aus

Dienstag, 20. Juni 2006 | Autor: Chris

Die Anzeichen erhärten sich jetzt definitiv, dass die R1200R wie folgt aussehen wird:

R1200R

Würde mir nicht schlecht gefallen, aber zuerst muss das ja noch bestätigt werden und man muss die Maschine dann live ansehen - und viel wichtiger - fahren können.

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Herrliches Engadin

Sonntag, 18. Juni 2006 | Autor: Chris

Heute war wieder einer der Tage, wo man sich lange vorher drauf freut und es kaum erwarten kann, bis es losgeht. In der Nacht hatte es noch stark geregnet, aber der frühe Morgen empfing mich mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Also noch in Ruhe zmörgelen, denn ohne eine gefüllten Magen will keine Kurve gelingen, schon gar nicht am morgen früh.

Um 0700 dann aber gestärkt auf den ‘Hobel’, Ziel Engadin, Flughafen Sedan mit einem Glace am Mittag. Im Tösstal wird es mir dann aber etwas langweilig, also noch kurz den Hupf über die Hulftegg. In Wattwil werde ich dann etwas stutzig da es schon viel Verkehr hat, also fahre ich über den Ricken und dann auf die Bahn. Im Glarnerland noch den Durst der Roadster stillen und dann im Zoom bis nach Chur. Chur-Süd raus und dann rauf auf die Lenzerheide. Wenig verkehr und - Entschuldigung den Ausdruck - furztrockene Strassen. Also herrliche Bedingungen. Um die Zeit noch wenig Verkehr, also geht’s flüssig hoch, eine schöne FJX im Schlepptau. Um den Julier zu umfahren mache ich mich auf den Weg in Richtung Albulapass und kurz vor Filisur geniesse ich die Ruhe im Grünen. Wie’s der Zufall gut mit mir mein kommt gerade dann die Rhätische Bahn und es gab eine gute Aufnahme.

Landwasser Viadukt bei Filisur R 1150 R

Nun aber weiter bis Bergün und dann über den Albula. Alle die den Pass kennen ein kleiner Hinweis: Die Strasse von Bergün bis Preda wurde etwas zur Hälfte neu geteert und ist jetzt herrlich zum fahren. Auch weiter oben wurde partiell die Strasse neu gemacht, das büsst man aber mit der Strassenqualität auf dem Rest der Strecke - da wünsche ich mir doch ab und zu ein Bike mit einem etwas grösseren Federweg… in La Punt Chamues-ch angekommen habe ich schon etwas Mitleid mit meinem Baby… Aber die Fahrt über den Albula zählt für mich noch immer zu einer der faszinierendsten. Karge und dennoch wilde Landschaft, auch aufgrund der Strasse und Strassenführung ist das noch aktives Reisen :-) Die Temperatur ist oben auf rund 2300 Meter richtig angenehm, im Engadin allerdings auch sehr angenehm da der Maloja-Wind schon eingesetzt hat. Pause dann auf dem Flughafen bei Brot und Landjäger (Wurst) sowie dem anschliessend schon beinahe obligatorischen Galak.

Und wo ich doch schon einmal da bin… ich liebe den Berninapass zu fahren. Er verbindet zwei Welten, das gebirgige Engadin mit dem sehr südlich angehauchten Puschlav. Und die Passstrasse ist einfach ein Genuss. Also auf nach Poschiavo. Die Strassen sind meist breit mit einem griffigen und rauhen Teer, also über Haftung kann man sich wirklich nicht beklagen. Der Verkehr hält sich noch einigermassen in Grenzen, dank den breiten Strassen und ein paar längeren Geraden dazwischen geht es. Doch dann Überraschung an der Südrampe kurz nach der Passhöhe, Teer weg, nur noch Sand und Kies - also kurz auf die Bremse, dann Lenker locker lassen und die Q findet den Weg von alleine. Von oben ist die Baustelle gut gekennzeichnet, von unten nicht so, also die heranfliegenden Kollegen kurz warnen. Sehr viele BMW’s unterwegs, man könnte fast meinen heute sei GS, RT und RS-Testtag. Auch die Fahrt die Südrampe hinunter nahm ich hinter einem K1200S-Fahrer aus Mailand unter die Räder. Kaum ist der Pass vorbei mache ich eine kurze Pause am Bach. Extrem heiss hier, sofort machen sich die rund 1400 Höhenmeter bemerkbar. Also kehrt und wieder hoch auf den Berninapass. Verkehr nimmt zu, langsam mache ich mich wieder auf den Rückweg.

Bernina mit Morteratsch und Tschierva Piz Palü

Den Albula möchte ich nicht nocheinmal unter die Räder nehmen, also muss ich über den Julier in Richtung Zürich. Die Fahrt hinauf geht soweit gut, aber der Weg hinunter nach Tussi wird zur Geduldsprobe. Viele Baustellen mit Lichtsignalen, und bald ist ein grösserer Tross zusammen. Direkt vor mir eine Gruppe von ca. 20 Gleichgesinnten - aber Jungs, so fährt man doch nicht in einer Gruppe. Ich wage mir das zu sagen, obwohl ich doch noch Anfänger bin, aber das habe sogar ich kommen sehen. Und dann in Savognin kamen sich dann einige in die Quere, aber es schien bei Blechschaden geblieben zu sein. A Propos Blech, kurz vor Reichenau kam ich dann auch noch in den Stau auf der Autobahn, da die Gotthardroute geschlossen ist merkt man das natürlich dann auf der SanBernardino-Route, obwohl ich verhältnismässig früh schon wieder dort war. Der Rest war dann eine reine Konzentrations- bzw. Ausdauerfahrt.

Hat richtig gut getan, einerseits mir mal wieder in meinem geliebten Oberengadin rumzukurven, andererseits auch meiner Q, mal wieder ein paar andere Pässe unter die Räder nehmen zu können. Ist eine Route nach meinem Geschmack, allen Kurven-Junkies zu empfehlen ;-)

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Soziusfahrt die zweite

Donnerstag, 8. Juni 2006 | Autor: Chris

Es geht doch - zumindest würde sich wohl ein Sozius anders ausdrucken als ‘ich fühle mich wohl bei Dir hinten drauf’ wenns so schlimm wäre. Nach etwas üben im Strassenverkehrsamt (der Slalom geht schon ganz gut, das Berganfahren happert noch immer) traf ich dann meinen Vater beim BMW-Händler, muss er doch noch Reifen seiner GS wechseln für die kommenden Tourenwoche in Südfrankreich. An dieser Stelle schon einmal viel Spass bei den ‘Les Bleu’.

Die Rückfahrt haben wir dann etwas ausgeweitet, langsam habe ich mich auch an das zusätzliche Gewicht gewöhnt, beim Schalten, Bremsen aber natürlich auch beim Kurvenfahren. Ich bin nun schon wesentlich zuversichtlicher als noch am Dienstag zuvor. Und meine Linie ist auch nicht ganz so schlecht im Soziusbetrieb ;-)

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Fahrstunde - Oje…

Mittwoch, 7. Juni 2006 | Autor: Chris

Und ich habe mir doch so viel vorgenommen… Heute hatte ich meiner erste Fahrstunde seit längerem (letztem Jahr). Ich möchte nun so bald als möglich die Prüfung hinter mich bringen und forciere das nun vehement.

Pünktlich treffe ich am vereinbarten Treffpunkt ein, Reifendruck etwas erhöht und die Federspannung härter gestellt, so wie sich das für den Soziusbetrieb gehört. Nach kurzen Einweisungen machen wir uns auf die Fahrt, quer durch die Stadt und anschliessend etwas aufs Land noch ein paar Kurven hoch. Ich war extrem nervös, wollte ich doch alles richtig und gut machen. Die letzten Kurven führten uns hoch nach Kleinbäretswil, was Teil meiner Hausstrecke ist und ich sehr gut kenne. Dort habe ich mich dann wieder etwas ‘entspannen’ können.

Oben auf dem Parkplatz dann Feedback, oder soll ich sagen ‘Standpauke’? Bis aufs ‘Einspuren’ und den Schulterblick habe ich nicht viel richtig gemacht, zu schräg, etwas zu schnell, schlechte Linie (Tank muss immer in der Mitte der Fahrbahn sein als Merksatz), zu wenig ‘fein’ bzw. vorsichtig mit dem Töff. Naja, ums kurz zu machen ich kam dann anders vom Berg runter als ich raufgefahren bin. Wir fuhren dann ins Strassenverkehrsamt und widmeten uns dann dort noch den Manövern. Beim Absteigen meinte mein Fahrlehrer jedoch: Wenn Du so fährst wie jetzt dann komme ich 14-Tage also Sozius mit Dir in die Ferien. Interessanter Wandel….

Die Manöver gingen dann recht gut, habe ich die doch auch schon etwas geübt. Bis auf den engen Slalom und das Berganfahren dürfte der Rest wohl kein Problem sein. Und so ging dann die Lektion mit einem sehr verunsicherten Verfasser zu Ende… denn irgendwie stellt diese Fahrstunde so mein bisheriges Wissen und Können völlig auf den Kopf, womit ich so meine Mühe habe… Naja, schaun’mer mal weiter.

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Neeeeiiiin - Umfaller :-(

Montag, 5. Juni 2006 | Autor: Chris

Es hat doch so gut begonnen, aber irgendwie war mein Roadster müde und wollte sich hinlegen :-( Doch alles der Reihe nach

Pfingsten ist ja bekannt für sein herrliches Wetter, aber es klart dann soweit auf dass zwar keine Sonne da war, aber auch keine Regenwolken. Also los noch etwas trockene Strassen geniessen. Via Seedamm fuhr über via Menzingen in Richtung Ägeri und machte dann bei Moorgarten eine Pause am idyllischen Ägerisee. Als das Wetter besserte kamen dann aber viele Spaziergänger, Inliner und Velofahrer und da war es vorbei mit der Ruhe ;-) Also machte auch ich mich wieder auf den Weg und fuhr über den Sattel bis nach Schwyz. Die Abfahr ist einfach zum geniessen, weite übersichtliche Kurven und wenige Wellen oder Schlaglöcher, also richtig für Linien-Fetischisten, welche grosse und weite Kurven mögen. Genüsslich truckerle ich also durch Schwyz und suche bzw. finde dann auch die Abzweigung hoch in die Ibergeregg. In Geduld muss ich mich dann auch noch üben, zuerst ging es eine halbe Ewigkeit hinter einem Tross Kühe hoch, deren ‘Output’ ist ja bekanntlich für den Reifengripp auch nicht gerade förderlich. Und kaum vorbei war auch noch das ‘Postauto’ unterwegs, ich habe also eine halbe ‘Krise’ gekriegt. Denn die Strasse ist zum überholen einfach zu eng, das Posti ist froh wenn es schon für sich genügend Platz hat.

Also ohne das breite Grinsen komme ich auf der Ibergeregg an. Mein Standardparkplatz oben ist schon belegt, also weiche ich auf den unteren aus. Der ist noch an extremer Schräglage, so dass der Seitenständer nicht mal nach unten geht. Na dann, also auf dem Öppis Pause machen und schnell die letzten SMS beantworten. Der Nachbar auf der Ninja erzählt auch von der trockenen Strecke auf der anderen Seite, das macht Freude für die Fahrt nach Oberiberg. Also dann alles verstaut, Motor an und etwas zurücksetzten, dann erster Gang. Beim Gas geben war ich etwas knauserig, ich wollte rechts über einen Kiesplatz abdrehen und zurück auf die Strasse, aber es blieb beim ‘Wollen’. Etwas zu wenig Gas gegeben, der Motor geht auf Bock und meine heissgeliebte Kuh neigt sich unweigerlich nach rechts gegen den Abhang… Obwohl ich wohl jede Muskelfaser von meinem Körper aktiviere und bis zum Äussersten strapaziert habe, halten konnte ich meine Dicke leider nicht. *Tschepper* - das Geräusch produziert echte Herzbeschwerden :-( Danke an die anderen Biker ‘rundherum’, ohne Euch wäre mein Baby wohl nicht wieder auf die 2 Räder gekommen… die 250kg können vor allem am Berg unbarmherzig schwer sein. Aufgestellt, von allen Seiten und von allen Anwesenden begutachtet - bis auf einen zerkrazten Zylinderkopf ist aber effektiv nichts passiert. Das schöne: der Kratz sieht wie ein geschwungenes ‘L’ aus, was auch der Anfangsbuchstabe meiner Nachnamens darstellt. Ist das nun der verzweifelte Versuch, etwas schön zureden? ;-) Nein, passiere hätte es nicht sollen, aber es war mir mal wieder eine Lehre - Töff immer so hinstellen dass man auch ohne Probleme wieder weggekommen.

Zerkratzer Zylinderkopfdeckel R1150R

Kaum sass ich wieder auf der Q und wollte los traf noch eine Gruppe ein. Ich konnte es fast nicht glauben, aber das waren die Jungs von gestern. Die Welt ist manchmal extrem klein, denn wegen des Wetters gingen sie nicht in den Schwarzwald wie eigentlich geplant war. Irgendwie haben wir dieselben Routen :-) Also ging es dann im Pulk hinunter und über die Sattelegg, Tuggen und Uznach retour. Danke für’s mitnehmen, hat mir gut getan. Und Andreas, Deine Linie ist echt eine ‘Inspiration’, macht irrsinnig Spass hinter Dir herzu swingen.

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Endlich wieder Linsen, oder wieso alles grösser ist

Samstag, 3. Juni 2006 | Autor: Chris

Heute ist ein Super-Tag, gut wie schon lange nicht mehr. Seit meinem Besuch bei meinem Optiker weiss ich nun, dass ich wohl wieder Linsen tragen kann… Was hat nun das zur Hölle mit meiner Roadster und diesem Blog zu tun? Naja, alles der Reihe nach:

Seit vielen Jahren schon bin ich auf eine Sehhilfe angewiesen. Nach einigen Jahren Linsen tragen musste ich auf ein Nasenvelo wechseln (ein Velo, wenn’s wenigstens einen Motor hätte :-D ), da meine Augen die Linsen nicht mehr vertrugen. Widerwillig habe ich mich damit abgefunden und nun seit 2 Jahren keine Linsen mehr im Auge gehabt. Nun habe ich wieder einen Anlauf genommen und mein Optiker hat gemeint ich könne wieder einen Versuch starten, zumindest das Tragen von Linsen für Sport oder Töff sollte kein Problem sein. Heute am späten Nachmittag setzt ich mich also das erste mal mit Linsen auf den Töff. Das war ja vielleicht ein Erlebnis, es war alles so gross und wunderbar zu sehen…

Für alle nicht Linsen- oder Brillenträger ist dies vielleicht schwierig nachzuvollziehen. Ich versuche es ganz grob zu erklären: ich habe eine Dioptrie von -7 und -6. Schaut man nun durch eine Brille wird bei dieser Korrektur alles stark verkleinert. Da ich eine Brille mit kleinen Gläsern trage (damit ich nicht mit Flaschenböden vor den Augen durch die Gegend renn) ist zudem das Gesichtsfeld, in welchem ich ’scharf’ sehe, etwas eingeschränkt. Bei den Linsen fällt nun dieser ‘Verkleinerungseffekt’ ganz weg, da die Sehhilfe direkt auf dem Auge aufliegt. Resultat ist ein ganz neues Erlebnis, alles ist so gross und ich sehe auch bis in die Augenwinkel scharf. Ein echt tolles Erlebnis, ich wünschte jeder könnte das mal nachvollziehen.

Etwas vorsichtig noch machte ich mich auf den Weg über meine Hausstrecke mit Tuffertschwil, Hemberg und Hulftegg. War einfach klasse und nach einiger Zeit hatte ich mich auch an die neue ‘Ansicht’ gewöhnt und jeweils auch wieder die schöne Linie getroffen… Ich fahre nie mehr mit Brille, oder ich versuch zumindest häufiger mit Linsen unterwegs zu sein :-)

Danke an Frau Kühler vom Koch Optik. Und übrigens, wenn wir wüssten mit welch schwacher Sehleistung man den Führerausweis fürs Motorrad kriegen kann….. ist schon bedenklich.

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